Das »Lexikon der musikalischen Form« von Reinhard Amon bereichert die moderne Musikbibliothek
Nicht nur der Laie verliert zuweilen die Übersicht bei den zahllosen musikalischen Fachbegriffen, mit denen er während des Musizierens, beim Konzertbesuch oder auch im Studium konfrontiert wird. Dabei ist insbesondere das Wissen um die Form einer Komposition überaus hilfreich für den Genuss von und die Auseinandersetzung mit Musik – ob aktiv oder passiv.
Nun hat der lange Jahre als Musiklehrer an einem Wiener Gymnasium tätige Reinhard Amon die formalen Aspekte der Musik lexikalisch in über 1.000 Artikeln, mehr als 550 Notenbeispielen sowie rund 300 Grafiken und Tabellen konzentriert. Darüber hinaus wurden 150 Stücke komplett analysiert und in eigens dafür entwickelten Diagrammen übersichtlich dargestellt.
So lassen sich beispielsweise auf einen Blick etwa die unterschiedlichen Charakteristika von barocker, frühklassischer, klassischer, romantischer und Sinfonie des 20. Jahrhunderts erfassen – und das mit einem Leseaufwand von gerade mal zweieinhalb Seiten. Gleichermaßen fündig wird man in diesem Nachschlagewerk aber ebenso bei der Suche etwa nach Formstrukturen in Popularmusik und Jazz.
Das moderne Layout des Lexikons mit einer in die Marginalspalte ausgelagertern Verweisstruktur auf verwandte Einträge, die durch Hinweise auf außermusikalische Zusammenhänge oder treffende Zitate ergänzt wird, ermöglicht nicht nur ein systematisches Arbeiten, sondern lädt – für ein Nachschlagewerk durchaus nicht selbstverständlich – auch zum Schmökern und zielfreien Blättern ein.
Reinhard Amon: Lexikon der musikalischen Form
Nachschlagewerk und Fachbuch über Form und Formung der Musik vom Mittelalter bis zur Gegenwart
In Zusammenarbeit mit Gerold Gruber
639 S., geb.
ISBN: 978-3-476-02407-7
Metzler/Doblinger, EUR 49,95
musikschulwelt meint: Die langjährige pädagogische Erfahrung des Autors an einer allgemeinbildenden Schule macht dieses Buch zu einem echten Glücksfall. Denn Reinhard Amon ist es hier gelungen, die theoretische Materie der musikalischen Formengeschichte in kompakte, detailreiche, dabei jedoch gut verständliche und somit bestens verdauliche Portiönchen zu verpacken. So darf man in diesem Fall einmal der Verlags-PR uneingeschränkt zustimmen, die dieses Buch als einen unentbehrlichen Begleiter durch Musikunterricht, Studium und Beruf bewirbt. Und man möchte noch ergänzen: Mit dem »Lexikon der musikalischen Form« hört (und spielt) es sich zukünftig besser …















