Klingende Orte

In Kempen ist das erste Kreismusikschul-Zentrum in Betrieb gegangen

Kreismusikschulleiter Ralf Holtschneider, Thomaeum-Leiter Edmund Kaum, Musikschullehrerin Cordelia Lehmann und Kulturdezernent Dr. Andreas Coenen (hinten, von links) mit Geige- und Cello-Schülern im Thomaeum Foto: Axel Küppers

Mit dem Kempener Gymnasium Thomaeum hat die Kreismusikschule nun das erste von insgesamt neun Musikschulzentren im Kreis Viersen in Betrieb genommen. Nach und nach verabschiedet sich die Kreismusikschule davon, an 26 Stätten Unterricht anzubieten – teilweise unter schwierigen Umständen. „Mit diesen Zentren wollen wir das Angebot der Kreismusikschule weiter verbessern. Wir möchten, dass Schülerinnen und Schüler sich begegnen, sich hören, sich wahrnehmen als einen Teil der Kreismusikschule“, sagt Kulturdezernent Dr. Andreas Coenen.Das neue Modell der Konzentration auf acht Dependancen plus der Zentrale in Viersen am Hermann-Hülser-Platz 1 wird von den Musikschulverbänden auf Landes- und Bundesebene unterstützt. „Dadurch verabschieden wir uns nicht aus der Fläche, haben aber eine höhere Qualität der Unterrichtsstätten vor Ort“, so die Begründung von Dr. Coenen. Ziel ist nun, im Laufe der nächsten Monate in jeder der neun kreisangehörigen Städte und Gemeinden ein solches Zentrum zu installieren. Weitere Vorteile solcher festen Anlaufpunkte pro Kommune: Bessere Ausstattung und die Möglichkeit, sich schneller in Ensembles zu integrieren bzw. gemeinsames Musizieren als Erlebnis zu erfahren.

„Nach den Sommerferien können wir mit dem Werner-Jaeger-Gymnasium in Lobberich das nächste Zentrum in Betrieb nehmen“, sagt Ralf Holtschneider, der Leiter der Kreismusikschule. Mit Willich laufen Gespräche, ausgeguckt ist das St.Bernhard-Gymnasium. Schön wäre, wenn im Laufe des Jubiläumsjahres – die Kreismusikschule feiert 2011 ihren 50. Geburtstag und zieht zurzeit mit musikalischen Festwochen von Gemeinde zu Gemeinde – bereits alle neun Zentren eingerichtet würden. „Aber das schaffen wir wohl nicht ganz“, sagt Ralf Holtschneider mit Blick auf das üppige Programm der Festwochen.