Ministerin Schäfer: Ziel ist Chance musikalischer Grundbildung für alle Kinder

NRW-Kulturministerin Ute Schäfer (Foto: Ministerium)

Die Weiterentwicklung der musikalischen Bildung hat Kulturministerin Ute Schäfer am 25. März auf einer Tagung der Landesmusikakademie NRW in Heek angekündigt. „Wir halten an dem Ziel fest, möglichst allen Kindern unseres Landes unabhängig vom Einkommen der Eltern die Chance einer musikalischen Grundbildung zu bieten“, sagte Kulturministerin Ute Schäfer. „Ich stelle mir vor, dass wir mittelfristig eine Angebotspalette verschiedener Programme haben werden, die einer qualitativ definierten Zielsetzung verpflichtet sind und viele individuelle lokale oder schulbezogene Wege offen lassen.“

Die breite soziale Teilhabe sei ein wichtiges Anliegen dieser Landesregierung. Deshalb solle das Programm „Jedem Kind ein Instrument“ grundsätzlich mit neuen inhaltlichen Impulsen fortgesetzt werden.  Dabei solle der Gesang zukünftig eine größere Rolle spielen. Auch der Bereich Bewegung, Rhythmik und Tanz werde mit in das Programm aufgenommen. Eine Ausdehnung in die Fläche sei zur Zeit aber nicht möglich. Dafür seien zu wenige der von der Vorgängerregierung eingeplanten Spendengelder eingegangen.

Die Ministerin bekräftigte, auch das Landesprogramm „Kultur und Schule“ fortzuführen. „Das Programm hat sich bewährt“, sagte Schäfer. Die Ausweitung der Ganztagsbeschulung in mittlerweile fast allen Schulformen komme dieser Entwicklung entgegen.

Schäfer begrüßte, dass Schulen und Musikschulen die Möglichkeit von Bildungspartnerschaften vereinbart haben. Sie rief Musikschulen und Schulen dazu auf, sich an der Initiative zu beteiligen. Sechzehn Musikschulen haben mit vierzig Schulen bereits Bildungspartnerschaften geschlossen.

Die Initiative „Bildungspartner NRW – Musikschule und Schule” wurde im Herbst letzten Jahres gestartet. Dafür hat das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung und den kommunalen Spitzenverbänden Städtetag NRW, Landkreistag NRW und Städte- und Gemeindebund NRW den Grundstein gelegt. Die Initiative fördert landesweit die systematische und über einzelne Projekte hinausgehende Zusammenarbeit von Schulen und kommunalen Musikschulen.

Am Freitag, den 25. März fand in der Landesmusikakademie NRW eine ganztägige Tagung zur Verzahnung von Musikunterricht und außerschulischen musikalischen Bildungsangeboten statt. Und durch den Ganztagsunterrricht stellt sich stärker generell die Frage, wie die außerschulischen Träger der musikalischen Bildung  – Musikschule, Privatmusik und Laienmusik – bei dem immer kleiner werdenden Zeitfenster nach der Schule ihre wichtigen Aufgaben für die Musikkultur in unserer Gesellschaft weiterhin erfüllen können.