Detmold: Junge Oper feiert Jubiläum

Mobile Opernbühne gibt im Herbst ihre 2000. Vorstellung

Seit 2004 besteht die Junge Oper Detmold. Die von Stefan Lindemann ins Leben gerufene mobile Bühne beliefert Schüler und Jugendliche mit dem Erlebnis einer Opernaufführung. Spielorte sind Schulen, Turnhallen, Gemeindehäuser und andere öffentliche Gebäude. Das alternative Opernhaus ist in der ganzen Bundesrepublik unterwegs – mehr als 2.500 Kilometer legen Stefan Lindemann und sein 26-köpfiges Ensemble wöchentlich zurück. Die Mehrheit der Zuhörer findet Opern zunächst einmal uncool. Aber woher kommt diese Meinung? Auf jeden Fall nicht aus eigener Erfahrung. Dies zu ändern, ist das Anliegen der JO!

Dabei geht es nicht nur um die Hinführung zu klassischer Musik. Es geht um viel mehr: Das Erlebnis einer Operaufführung stärkt soziale Kompetenzen, fördert Sprache und Kognition, schult auditive Wahrnehmungsfähigkeiten und erschließt neue Lebenswelten. Dass dies alles mit viel Freude und Spaß verbunden ist, zeigen die Aufführungen der jungen und motivierten Sängerinnen und Sänger, die allesamt fundierte Bühnenerfahrung und eine qualitativ hochwertige Gesangsausbildung vorweisen können.

Das Repertoire der mobilen Jugendbühne reicht von einer musikalischen Zeitreise über die klassische Kinderoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck bis hin zu Werken von Antonin Dvorák, Carl Maria von Weber und Wolfgang Amadeus Mozart. Alles Namen, die Kinder nicht auf ihrem Plan haben. Nach dem Besuch einer Vorführung ändert sich dies meist grundlegend. Nicht zuletzt deshalb, weil das zunächst skeptische Publikum oft in die Aufführungen eingebunden wird. Die ansteckende Freude am gemeinsamen Spiel endet in oft großer Begeisterung.

Im Herbst 2011 steht die 2000. Vorstellung der JO! Junge Oper ins Haus. Dieses Jubiläum will die Kinder- und Jugendoper aus dem ostwestfälischen Detmold gebührend feiern – gemeinsam mit ihrem Publikum. Deshalb ist die Jubiläums-Aufführung für die Schule, in der sie stattfindet, kostenlos. Wann und in welcher Schule diese Vorstellung stattfinden wird, ergibt sich aus der Anzahl der Buchungen und der dadurch entstehenden Reihenfolge der Vorstellungen.

Die Kinder- und Jugendoper ist eine gemeinnützige Organisation, die nicht gewinnorientiert arbeitet und sich ausschließlich aus den kleinen Eintrittgeldern, privaten Spenden und gelegentlichen öffentlichen Projektförderungen finanziert.

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