Musikalisch speisen: »Filets de sole à la Rossini« (Seezungenfilets)

Gioachino Rossini (1792-1868) in den Topf geschaut …

Zutaten (für 4 Personen):

  • 8 Seezungenfilets
  • 20 kleine Trüffeln
  • 300 g Gänse-foie-gras
  • 1 Glas Weißwein
  • 150 g Butter
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Man gebe 50 g zerlassene Butter in eine Auflaufform, lege die Seezungenfilets obenauf, salze und pfeffere sie und beträufele sie mit dem Weißwein. Dann gare man sie bei mittlerer Hitze 10 Minuten im Ofen. Die Trüffeln säubere man vorsichtig und dünste sie in der restlichen Butter, mit Salz und Pfeffer gewürzt. Aus der foie gras schneide man 8 Scheiben in der Größe der Seezungenfilets.

Man nehme die Auflaufform aus dem Ofen, schalte den Grill ein und belege jedes Fischfilet mit einer Scheibe foie gras. Dann salze und pfeffere man das Ganze und bräune es unter dem Grill zwei Minuten lang. Zum guten Schluss gebe man die Seezungenfilets auf eine Servierplatte und verteile die Trüffeln darum.

Musikhistorische Fußnote

»Wenn der Mann von Musik ebenso viel versteht wie von der Kochkunst, muss er ein sehr großer Komponist sein.« Mit diesen Worten soll ein italienischer Teigwarenhändler von der Kochkunst des 1792 in Pesaro geborenen Gioachino Rossini geschwärmt haben. Rossini, einer der bedeutendsten Opernkomponisten Italiens, verabschiedete sich auf dem Höhepunkt seines Ruhms von der dramatischen Musik , um fortan als 38-jähriger Privatier nur noch einige handverlesene Gelegenheitskompositionen zu verfassen – und sich verstärkt seiner zweiten Leidenschaft, dem Kochen, zu widmen.

Rossini war ein Gourmet à la bonheur. In seinen Briefen schwärmt er immer wieder von Mortadellas aus Bologna, Trüffeln und Oliven aus Ascoli, Pasten aus Straßburg oder gefüllten Schweinsfüßchen und Nudelhütchen aus Modena. Austern und Makkaroni gehörten zu den favorisierten Leibgerichten des Feinschmeckers.