Mehr als nur Popmusik-Häppchen

Freie Klavierstücke im Pop-Stil von Christoph Spengler erschienen

Wer als Klavierschüler ein erstes Repertoire an klassischen Stücken erarbeitet hat und Lust auf einen Ausflug in die Popmusik verspürt, greift meist auf Bearbeitungen bekannter Pop-Songs zurück, die in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu finden sind. In seinem Band »TastaFree« ermöglicht Christoph Spengler einen ganzheitlichen Zugang zu diesem Genre. Er stellt zehn strukturierte Stücke unterschiedlichen Stils mit anschaulichen Titeln vor, die man in mehrfacher Weise für sich erschließen kann.

Mit Ausnahme des »Lazy Blues« gibt es je eine Leadsheet-Fassung, aus der  Melodie, harmonische Zusammenhänge, Begleitrhythmen, ostinate Bassgänge u.a. hervorgehen. Der auch als Keyboarder und Musical-Dirigent erfahrene Autor hat alle Stücke auf einer Audio-CD eingespielt, die dem Notenband beiliegt. Sie ist für den ungeübten Spieler eine wertvolle Hilfe, um den Zusammenhang der Stücke zu erkennen.

Wer sich in diese Art der Musik noch hineinfinden muss – für den Einstieg bieten sich z.B. »Tears« und »Evensong« an -, wird gerne auf die ausgeschriebenen Klaviersätze zurückgreifen, die zusätzlich die Akkordbezeichnungen enthalten; diese sind gleichsam in die Praxis übersetzt. Der Komponist regt dazu an, in den Stücken selbst Veränderungen zu versuchen. Wie das geschehen könnte, zeigt er beispielhaft auf der CD, wo die Stücke im Detail nämlich nicht so erklingen, wie sie in den Klaviersätzen notiert sind.

Christoph Spengler: TastaFree
Freie Klavierstücke im Pop-Stil (inkl. Audio-CD)
ISBN: 9790006540761
Bärenreiter-Verlag (BA 9267), 16,95 EUR

musikschulwelt meint: Christoph Spengler bringt in diese Kompositionen seine große Erfahrung als Kirchenmusiker und Didaktiker mit dem Schwerpunkt Pop- und Gospelmusik ein. Sie haben nichts Etüdenhaftes, sondern sind abwechslungsreiche gefällige Stücke, mal träumerisch, mal folkloristisch, mal ausgelassen-spielfreudig. Sie setzen ein gewisses Maß an technischem Können voraus und sind nicht nach ansteigender Schwierigkeit sortiert. Dass man sie als Ausgangspunkt für eigenes Improvisieren nutzen kann, ist ein Vorteil dieses Bandes, der für die Unterrichtspraxis als auch zum Selbststudium zu empfehlen ist. [wbr]