Annäherung an den »Paganini des Klaviers«

Universal Edition ebnet »Wege zu Franz Liszt« mit einer Auswahl an Klavierkompositionen

Er gilt bis heute als Inbegriff des Virtuosentums, und viele seiner Kompositionen verlangen dem Pianisten tatsächlich auch allergrößte Fingerfertigkeit ab. Dennoch finden sich in dem Werkkatalog des Romantikers auch Kompositionen, die nicht den höchsten technischen Standard voraussetzen. Eine Auswahl von leichten bis mittelschweren Stücken ist nun in der Wiener Urtext Edition erschienen, die auch dem durchschnittlich begabten Klavierspieler die unmittelbare Auseinandersetzung und Annäherung an diesen Superstar der Konzertszene im 19. Jahrhundert ermöglicht.

Die Herausgeber haben dafür Werke ausgewählt, die mehr durch klanggestalterische als durch virtuose Ansprüche zum Spielen animieren und dennoch einen Fortschritt in der Spieltechnik ermöglichen, der dann letzten Endes nicht nur dem Liszt-Spiel zugutekommt. Diese Auswahl, die von leichteren Stücken wie »La cloche sonne« oder den »Consolations« Nr. 1 und 2 bis zu avancierteren Werken wie »Au lac de Wallenstadt« aus den »Années de Pèlerinage« reicht, berücksichtigt außerdem alle wesentlichen Schaffensperioden Franz Liszts.

Wege zu Franz Liszt
Eine Auswahl leichter bis mittelschwerer Klavierstücke Liszts
Hrsg. von Christian Ubber, Sabine Ziegler und Jochen Reutter
Fingersätze von Christian Ubber und Pavel Giliov
Wiener Urtext Edition / Schott (UT 50282)
ISBN 978-3-85055-712-2

musikschulwelt meint: Auch ohne virtuose Eskapaden erweist sich Liszts Klaviermusik als fesselnde, emotional anrührende und durchaus auch klanggewaltige Literatur, die hiermit nachweislich nicht nur dem Berufspianisten offensteht. Wer sich selbst am Klavier auf den Weg zu Franz Liszt begeben möchte, wird mit dieser Notenedition sein Ziel garantiert erreichen – und das ganz ohne Sehnenscheidenentzzündung oder verknotete Finger …