Herten vergibt Kinder- und Jugendkulturpreis

Jugendkulturpreis 2011 - Musical Martinischule

Von Circus-Show bis Manga-Kunst

Marsmännchen, Clowns und Jugendliche in Trachten – so präsentieren sich fünf Gruppen, die gerade mit dem Jugendkulturpreis 2011 ausgezeichnet wurden. Die Jugendkapelle der Siebenbürger Blaskapelle, die Kinder vom Circus Rollipop, die Musical-AG der Martinischule, die Mitwirkenden von »Wir bringen Farbe und Licht« und die Oriental Dance Group, bewiesen auf der Bühne im Hertener Glashaus, warum sie diesen Preis verdient haben. Als Chorleiter der Städtischen Realschule erhielt Hans-Jürgen Conrad den Sonderpreis für engagierte Erwachsene.

Mit dem Kinder- und Jugendkulturpreis zeichnet Herten innovative Projekte und besondere Aktivitäten von jungen Menschen mit besonderem kulturellem, sozialem oder gesellschaftlichem Engagement aus.

Laudator Michael Otta kündigte die Siebenbürger Blaskapelle an und lobte, dass man hier keine „übertriebenen Modegags“ vorfinde. Auf unzähligen Festen und Veranstaltungen bewiesen die 13 Jugendlichen, „dass man nicht jede Mode mitmachen muss, um gute Musik zu machen.“ Denn Mainstream könne jeder.

Absolute Begeisterungsstürme lösten die Kinder vom Circus Rollipop aus. Die geistig oder körperlich eingeschränkten Schüler der Christy-Brown-Schule hatten in einem Circus-Projekt für ihren Auftritt in der Manege geübt. Es wurde jongliert, gezaubert und Würfel wechselten auf magische Weise ihre Farbe.

Auch die Kinder des Musicals „Die unglaubliche Reise mit der Zeitmaschine“ begeisterten die Zuschauer. Die Martinischüler brachten mit ihrer Lehrerin ein umfangreiches Stück auf die Bühne, das sie bereits vor 220 Zuschauern in der Schule vorgeführten hatten. Laudatorin Miriam Neiking stellte heraus, dass die Schüler das Stück in ihrer Freizeit, neben Schule, Hausaufgaben und anderen Hobbies einstudiert hätten. Die Kinder überzeugten die Jury aber auch durch ihre fantasievollen, aufwändigen Kostüme und die schöne Tanzchoreografie.

Drei Schülerinnen der Willy-Brandt-Schule – Jana, Yien Yan und Jana – gewannen mit ihrem Projekt „Wir bringen Farbe und Licht“ den Jugendkulturpreis. Sie malten Manga-Bilder für die Kinder der Palliativstation Datteln.

Die Oriental Dance Group  brachte mit der „Dabke“, einem orientalischen Tanzstil, arabisches Flair auf die Bühne. Nachdem die jungen Männer lange Angst hatten, belächelt zu werden, tanzen sie nun auch öffentlich: Raus aus dem Jugendzentrum Nord, rauf auf die Bühnen.

Den Ehrenpreis erhielt Hans-Jürgen Conrad, Lehrer an der Städtischen Realschule. Seit 19 Jahren organisiert der passionierte Musiker die Chorkonzerte an der Schule. Seine Schüler bewiesen nach der Preisübergabe, was sie bei ihm gelernt haben, und sangen mit viel Charme und großem Talent tolle Klassiker aus den letzten Chor-Jahren.

Sabine Weißenberg, Organisatorin vom städtischen Kulturbüro, freut sich über die gelungene Veranstaltung: „Unser Ziel, die kulturelle Leistung von Kindern und Jugendlichen zu prämieren, haben wir absolut erreicht. Es ist toll zu sehen, wie viel Spaß die Kinder haben und wie stolz sie nach ihren Auftritten sind.“