Die Veeh-Harfe ermöglicht Musizieren ohne Notenkenntnisse
Sie ist, wenn man so will, ein Instrument für jedermann und jederfrau: Die Veeh-Harfe, ein neu entwickeltes Saiteninstrument, macht den Weg frei für das individuelle oder gemeinsame Musizieren ohne Vorkenntnisse – und bietet damit ebenso Kindern wie auch Menschen mit Behinderungen oder Lernschwächen eine neue Option zur künstlerischen Betätigung.
Ihre Entstehung verdankt sie dem Landwirt Hermann Veeh, der auf der Suche nach einem Musikinstrument für seinen mit Down-Syndrom zur Welt gekommene Welt Sohn war. Das Erlernen eines traditionellen Instruments schien für den Jungen unerreichbar. Da erinnerte sich der Vater an alte Saitenzupfinstrumente mit Notenschablonen – und dieses Grundprinzip entwickelte er weiter. An den Fähigkeiten seines Sohnes orientiert, konzipierte er ein völlig neues Musikinstrument, das einfachst in der Handhabung, ansprechend in der Formgebung und bezaubernd im Klang sein sollte.
Für das Spiel auf der Veeh-Harfe sind Notenkenntnisse im herkömmlichen Sinn nicht erforderlich. Eigens für das Instrument wurde eine einfache und deutliche Notenschrift entwickelt, reduziert auf das Wesentliche. Notenschablonen, die zwischen Saiten und Resonanzkörper geschoben werden, ermöglichen ein Spielen »vom Blatt«, die Noten werden »begreifbar«. So kann dieses Instrument für Kinder ein erster, prägender Zugang zum Musizieren sein.
In handwerklicher Fertigung entstehen kostbare Einzelstücke. Veeh-Harfen werden aus im Instrumentenbau üblichen Tonhölzern (Ahorn, Fichte) in geschwungener Pyramidalform hergestellt. Das Zusammenspiel von Material, Form und Konstruktion ist entscheidend für den hervorragenden Klang der Veeh-Harfe.

Im Juni 2011 wurde die Hermann Veeh GmbH & Co. KG für ihre musikalische Innovation im Bundeswettbewerb »365 Orte im Land der Ideen« als »Beispiel für Zukunftsfähigkeit, Mut, Engagement und Kreativität der Menschen im Land« ausgezeichnet.
Weitere Informationen: www.veeh-harfe.de
