Auf nach China, ins Land der Pentatonik …

Foto: Monika Rittershaus (Ausschnitt)

Bundesjugendorchester geht im Sommer auf große Konzertreise

Knapp 100 Mitgliedern des Bundesjugendorchesters (BJO) steht in diesem Sommer ein einmaliges Erlebnis bevor: Die 14- bis 21-Jährigen Musiker werden mit vier Konzerten in großen Metropolen erstmals ein richtiges Gastspiel im Reich der Mitte geben. Mit Shanghai und Peking wurden die beiden größten Musikzentren des Landes mit den jeweils renommiertesten Konzerthäusern für die Präsentation des Bundesjugendorchesters ausgewählt.

Am Pult wird dann mit Mario Venzago der Chefdirigent des Berner Sinfonieorchesters stehen. Und als Solist begleitet die deutschen Nachwuchsmusiker der mit dem Credit Suisse Young Artist Award ausgezeichnete Cellist Nicolas Altstaedt. Auf dem Programm stehen Gustav Mahlers Sinfonische Dichtung »Totenfeier«, Robert Schumanns Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129 sowie Maurice Ravels »Daphnis et Chloé« und »La Valse«.

Bereits 2007 war das BJO im Rahmen eines Kooperationsprojekts in Peking zu Gast. Damals folgte ein Jahr später ein Gegenbesuch chinesischer Nachwuchsmusiker in Deutschland, die ihrerseits die besondere Bedeutung eines solchen Projekts betonten: »Ich glaube, dass ein solcher Austausch, wie er hier geschieht, von ganz großem Wert ist für die Völkerverständigung, für die Freundschaft zwischen den Ländern, sich auf dieser musikalischen Ebene zu begegnen, weil die jungen Menschen hier auch Grundsteine legen für Freundschaften oder für eine Zusammenarbeit, ein Miteinander zwischen den Völkern. Das ist also auch für spätere Generationen eine Basis.«

Bereits 2007 reiste das BJO nach China. Das Foto zeigt Mitglieder des Bundesjugendorchesters vor dem Konzertsaal des Central Conservatory Beijing.

Die Musik wird zur Brücke

Daher wird diesmal »neben den repräsentativen Konzerten auch die Kooperation mit Jugendlichen vor Ort eine wichtige Rolle spielen«, so Projektleiter Sönke Lentz. »Dabei wird die Musik die Brücke auch für andere Themen sein.« Geplant ist eine gemeinsame Probenarbeit und ein gemeinsames Konzert mit dem Macau Youth Orchestra – ein junges Ensemble, das 2010 hierzulande beim Berliner Festival »Young.Euro.Classic« zu Gast war.

Die Reisekosten (pro Person ca. 3.000 €) werden zum größten Teil vom Deutschen Musikrat bzw. dem Bundesjugendorchester in Form eines Stipendium für den einzelnen Musiker übernommen, sodass sich der Eigenanteil auf ein Fünftel der Gesamtsumme beläuft. Die Durchführung der Tournee wird auch maßgeblich vom Auswärtigen Amt gefördert. Sie steht unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Prof. Norbert Lammert, der vor dem Hintergrund des 40-jährigen Bestehens diplomatischer Beziehungen zwischen China und Deutschland der Reise eine besondere Bedeutung zumisst.

Information: www.bundesjugendorchester.de

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