One-Hit-Wonder eines Belgiers

Jean Baptiste Accolays einsätziges Violinkonzert a-Moll

Der Name des belgischen Komponisten, Geigers, Violinlehrers und Dirigenten Jean Baptiste Accolay (1833-1900) ist heute fast ausschließlich mit seinem Concerto aus dem Jahre 1868 verknüpft, das  seither einen festen Platz in der Unterrichtsliteratur gefunden hat, aber auch bei weltberühmten Virtuosen wie etwa Itzhak Perlman zum Standardrepertoire zählt(e). Das Besondere: Trotz der Verwendung einfachster technischer Mittel erzielt der Komponist hier eine große expressive Ausdruckskraft.

Technische Voraussetzungen:

  • Linke Hand: 1. bis 5. Lage, Sechzehntelnten
  • Rechte Hand: Détaché, Legato, Spiccato (wahlweise)
  • Notenwerte: Achtel, Sechzehntel, punktierte Rhythmen, Triolen

Im Vowort zu dieser Ausgabe erläutert der Herausgeber Kurt Sassmannshaus: »Dieses Konzert bietet eine gute Einführung für Legatoarpeggien über alle vier Saiten in einem gemäßigten Tempo … Die Melodien stellen ausgezeichnetes Studienmaterial für Klangqualität, Vibrato und Phrasierung mit Bogengeschwindigkiet dar. Die Sechzehntelpassagen sind nicht zu schwer und nicht zu schnell für dieses Niveau, aber sie erfordern genaues Auswendiglernen und viel Konzentration. Die Länge dieses einsätzigen Werkes ist ideal für Vortragsabende.«

Jean Baptiste Accolay: Concerto Nr. 1 in a-Moll
Bärenreiter’s Easy Concertos (BA 8976)
Klavierauszug & Solostimme, EUR 8,50

musikschulwelt meint: Machbare technische Herausforderungen mit maximaler Wirkung. So können auch junge Violinisten romantischen Klangzauber überzeugend heraufbeschwören.