Deutscher Fantasy-Megaseller wird zur Rockoper

Wolfgang Hohlbeins »Chronik der Unsterblichen« bringt Vanden Plas auf die Musikbühne des Pfalztheaters Kaiserslautern

Für die FAZ ist sein Name Synonym »für das Unbegreifliche« und Die Welt attestiert ihm eine außerordentliche Fähigkeit bei der Beschreibung seiner Szenerien: »Fast meint man beim Lesen einen Film zu sehen, so detailverliebt beschreibt der Kinofan seine Szenen.« Wolfgang Hohlbein ist mit über 40 Mio. verkauften Büchern der erfolgreichste deutsche Fantasyautor der vergangenen drei Jahrzehnte … und seine 1999 begonnene »Chronik der Unsterblichen« – ein Romanzyklus, dessen 13. Band soeben erschienen ist – genießt längst Kultstatus. Als großer Fan der Progressive-Metal-Band Vanden Plas kam der Autor nun unlängst auf die Idee, aus seiner erfolgreichen Romanserie eine Rockoper zu gestalten.

Deren Grundlage bilden Figuren und Motive aus »Die Chronik der Unsterblichen«, welche unter dem Titel »Blutnacht« zu einer neuen Geschichte zusammenflossen. Erzählt wird sie mit melodischer Rockmusik und Elementen der Weltmusik – in hierfür von Vanden Plas durchweg neu komponierten Songs, die ab Januar als Weltpremiere im Pfalztheater Kaiserslautern zu hören sind.

Der Autor (© www.hohlbein.net)

Die Bühnenhandlung

Andrej Delãny, ein Unsterblicher, wird im Kampf mit dem Schwarzen Ritter durch eine magische Waffe – Odins Schwert – verletzt und steht vor der Entscheidung, entweder zum Gott aufzusteigen und an der Seite der Göttin Meruhe zu herrschen oder aber mithilfe eines magischen Elixiers neue Kraft zu sammeln und noch einmal in den Kampf mit dem Ritter zu ziehen, um dann zu siegen und an der Seite seiner Geliebten Maria leben zu können. Zusammen mit seinem Freund Abu Dun begibt sich Andrej auf eine Reise nach London, Transylvanien und Venedig, um die ihm gestellten Prüfungen zu bestehen. Doch Gegenspieler wie der boshafte Gott Loki, der fanatische Inquisitor Domenicus oder gefährliche Vampire um Graf Dracul und die Blutgräfin stehen ihm dabei im Weg …

Der musikalische Leiter Günter Werno (© Vanden Plas)

Rockband mit Theatererfahrung

Die Band Vanden Plas ist international als Progressive Metal Band erfolgreich und machte sich in den letzten Jahren zudem mit eigenen Theaterprojekten einen Namen. Für »Die Chronik der Unsterblichen-Blutnacht« haben die fünf Musiker nun einen ganz neuen Sound kreiert. Man könnte auch sagen: »Vanden Plas trifft Weltmusik.« Jeder Ort und jede Zeit erhält eine eigene Klangatmosphäre – düstere Endzeitstimmung für das brennende London, Anklänge an venezianische Barockmusik in Venedig oder afrikanische Trommeln. Die Kompositionen schufen mit Stephan Lill, Andy Kuntz, Günter Werno drei Mitglieder der Band Vanden Plas – letzterer steuerte zudem noch die Arrangements bei.

Musicalpersonal auf dem Weg zur Unsterblichkeit

In der Titelpartie Andy Kuntz (© Vanden Plas)

In der Hauptrolle von Andrej Delany wird Vanden-Plas-Frontmann Andy Kuntz zu erleben sein, der am Pfalztheater bereits in mehreren Haupt- und Titelrollen wie z.B. Nostradamus oder Christo begeisterte. Der Schwarze Ritter, der mit Andrej auf Leben und Tod kämpft, wird vom Pfalztheater-Musicaleigengewächs Manuel Lothschütz gespielt. Göttin Meruhe, die mit Delany ein neues Göttergeschlecht zeugen will, verkörpert mit Astrid Vosberg eine bereits in diversen Pfalztheater-Vanden-Plas-Projekten bewährte Sängerin und Schauspielerin. Alexander Franzen verkörpert (alternierend mit Randy Diamond) Loki, Meruhes Konkurrenten um die Göttermacht. Jörg Roth, die Stimme der legendären Mittelalter-Rockband Saltatio Mortis, führt (alternierend mit Denis M. Rudisch) als Andrejs Ziehsohn Frederic die Londoner Kinderbande an.

Daneben sind noch Julia Steingaß als Delanys Geliebte Maria, Alexis Wagner in der Rolle des Widersachers Dr. Scalsi, OJ Lynch als Abu Dun, der europaweit erfolgreiche Maciej Salamon in der Rolle des Grafen Dracul sowie Kammersängerin Geertje Nissen als Blutgräfin, der nach Jungfrauenblut dürstet, zu erleben. Es inszeniert Urs Häberli, die musikalische Leitung obliegt Günter Werno.

Information: www.pfalztheater.de

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