Situation der Lehrkräfte an Musikschulen verbessern

Bündnis 90/Die Grünen setzen sich für höhere Bezahlung von Honorarkräften ein

Rund 1000 Euro brutto monatlich verdienen Honorarkräfte an deutschen Musikschulen. Honorarlehrkräfte erhalten keine vollständige Honorarfortzahlung im Krankheitsfall und haben als Freiberuflerinnen keinen Anspruch auf Mutterschutz. Im Vergleich zu den fest angestellten Lehrkräften werden sie trotz gleichwertiger beruflicher Qualifikation erheblich schlechter bezahlt. Das nennt man ein sozial und wirtschaflich prekäres Arbeitsverhältnis! Nach Aussage des Verbandes Deutscher Musikschulen (VDM) werden aktuell bundesweit ein Drittel der Beschäftigungsverhältnisse an Musikschulen durch Honorarverträge abgedeckt. An einzelnen Standorten liegt ihr Anteil jedoch deutlich höher – in den Bezirks-Musikschulen Berlins beispielsweise bei 90 Prozent!

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen nimmt sich dieser Thematik nun an und möchte Honorare, die mit sittenwidrigen Löhnen vergleichbar sind sowie mangelhafte soziale Absicherung  im Kulturbetrieb verhindern. Als Vorbereitung für eine parlamentarische Initiative veranstaltet die Fraktion am 27.02.2012 ein Fachgespräch, das in diesem Zusammenhang auch die „Qualitätssicherung der musikalischen Bildung in Deutschland“ erörtern will . Im Podium diskutieren Prof. Ulrich Rademacher, Stellvertretender Vorsitzender des Verbandes deutscher Musikschulen, Stefan Gretsch, Vorsitzender Fachgruppe Musik der Vereinten Dienstleitungsgesellschaft ver.di, Andrea Fink, Geschäftsführerin des Tonkünstlerverbandes Bayern e. V., und Michael Moch, 1. Vorsitzender des Bundesverbandes deutscher Privatmusikschulen.


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