Generationen übergreifendes Projekt beim Kölner Fest für Alte Musik 2016

Seth_Carico_FULL_RESOLUTION-24Musiktheater »Ich habe genug« am 11./12. März in der Trinitatiskirche Köln

Wie sollen und können wir Menschen mit dem Sterben umgehen? Was stellen wir uns vor und was wünschen wir uns? Und: freuen wir uns gar auf unseren Tod? Die Musiktheaterregisseurin Frauke Meyer inszeniert einen Abend, der diese Fragen thematisiert, enttabuisiert und Antworten anbietet.

Im Mittelpunkt der Produktion steht Johann Sebastian Bachs Kantate »Ich habe genug«. Zwischen den Gedankensplittern »Welt, ich bleibe nicht mehr hier, hab ich doch kein Heil an dir« und »Ich freue mich auf meinen Tod« durchläuft der Protagonist der Kantate einen inneren Prozess, der spannende Fragestellungen aufwirft

Workshop in Garbsen

Die Musik- und Kunstschule der Stadt Garbsen veranstaltet am Sonnabend und Sonntag, 5. und 6. März 2016, erneut einen Workshop zum Thema „Musik aus aller Welt“.

MusikschuleUnter diesem Titel sind Erwachsene angesprochen, die Lust am Musizieren haben und sich vielleicht nach vielen Jahren, in denen anderes im Vordergrund stand, wieder an ihr Instrument heran wagen wollen – oder auch die, denen es Freude macht, einmal in einer großen Gruppe mit ganz verschiedenen Instrumenten zu musizieren und die bislang keine Gelegenheit dazu hatten.

Musik kennt keine Grenzen

Erfolgreiches Trommelprojekt mit Flüchtlingskindern in Lippstadt

Trommeln LippstadtManchmal gehen die Dinge ganz schnell. Nachdem im März dieses Jahres bei einer Sitzung des Schul- und Kulturausschusses die „Auffang- und Vorbereitungsklasse“ an der Kopernikusschule – eine Klasse für Flüchtlingskinder, die wenig oder gar kein Deutsch können, vorgestellt worden war, dauerte es nicht lange, bis daraus ein Projekt entstand, bei dem Kinder aus unterschiedlichen Nationen zusammen Musik machen. „Musik verbindet“, sagt Lehrer Ralf Blüthner, der genau das sieht, wenn die Schüler im Alter zwischen zehn und 15 Jahren jeden Freitagmorgen in einer Doppelstunde mit Musikschullehrer Michael Meurer das Trommeln lernen. „Sie sind begeistert, werden lockerer und man merkt, dass sie zumindest für eine gewisse Zeit andere Dinge vergessen können“.

Buch trifft Musik

Kreismusikschule und Stadtbibliothek Viersen starten Kooperation

Musiklehrerin Ursula Dortans-Bremm übt mit ihren Querflöten-Schülern für den Auftritt in der Bibliothek Viersen.

Musiklehrerin Ursula Dortans-Bremm übt mit ihren Querflöten-Schülern für den Auftritt in der Bibliothek Viersen.

Die Kreismusikschule Viersen und die Stadtbibliothek Viersen sind eine Kooperation eingegangen. Künftig werden Ensembles der Musikschule in der Albert-Vigoleis-Thelen-Bibliothek am Rathausmarkt 1b auftreten, ihre Instrumente vorstellen und für die musikalische Lektüre in der Viersener Bibliothek werben. „In der Bibliothek finden Interessierte Fachbücher zur Musik, Notenmaterial und Geschichten zum Thema – die Kreismusikschule macht den Inhalt durch ihr Musizieren direkt erlebbar“, sagt Ursula Dortans-Bremm von der Kreismusikschule. Der Startschuss fällt am Samstag, 30. Mai, um 11.30 Uhr. Dann ist das Bläserjugendorchester der Kreismusikschule zu Gast.

FSJ an der Musikschule

Logo BocholtDie Musikschule Bocholt-Isselburg-Rhede bietet erneut einen Platz junge Leute an, die ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ (FSJ) im Bereich Kultur ableisten wollen. Die Begleitung der Proben des Kindermusicals, die Organisation und Durchführung von Konzerten und diversen Veranstaltungen zählen zum Aufgabenbereich der freiwillig Engagierten. Hinzu kommen einfache Verwaltungstätigkeiten. Bewerben können sich junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren. Die Bewerbung ist unabhängig von einem Schulabschluss oder bereits begonnenen bzw. abgebrochenen Ausbildungen oder Studiengängen. Vielmehr kommt es auf das Interesse und die Motivation an.

Große Bühne für junge Talente

JazzRockPop-Tage 2014 der Rheinischen Musikschule
Auftrittsmöglichkeiten für junge Talente boten Mitte September die JazzRockPop-Tage 2014 der Rheinischen Musikschule Köln. Ob Chor, Orchester, Combos oder Bigband – bei dem dreitägigen Event im Alten Pfandhaus am Kartäuserwall mit jeweils vier Acts pro Abend boten junge Musiker und Vokalisten den Zuhörern eine abwechslungsreiche und virtuose Reise durch Jazz, Rock und Pop.

Das RMS JazzOrchester unter der Leitung von Michael Villmow

Das RMS JazzOrchester unter der Leitung von Michael Villmow

Kontrabass-Skulptur

Neu gestalteter Vorplatz in Herten

„Wenn der Kontrabass steht, sind wir angekommen!“ – Für das Team der Musikschule, rund um Leiterin Sabine Fiebig, gehört die Stahlskulptur fest zur Ausstattung der neuen Räumlichkeiten am Gymnasium. Gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Uli Paetzel enthüllte sie gestern das über zwei Meter hohe Wahrzeichen vor der ehemaligen Hausmeisterwohnung, in der die Musikschule seit Mai 2014 Nachwuchsmusiker jeden Alters unterrichtet.

„Die Umgestaltung des Vorplatzes der Musikschule ist wirklich gelungen“, lobte Uli Paetzel. Für Eltern gibt es vor dem Gebäude jetzt vier Kurzzeithaltplätze – angelehnt an den „Kiss&Ride“-Parkplätze des ÖPNVs. „Anhalten, Instrument ausladen, Abschiedsküsschen und rein zum Unterricht – das ist die Idee dahinter!“, erläutert der Verwaltungschef.

»Celloversum« – so cool kann Cellospielen sein!

Foto: Alexander Reischert

Foto: Alexander Reischert

Lara Vogel (14 Jahre) berichtet über ihre Teilnahme an dem diesjährigen Workshop »Celloversum« der Rheinischen Musikschule Köln (der 2014 bereits zum 12. Mal stattfand). Hierfür finden sich jeweils an vier Wochenenden im Frühjahr rund 50 junge Cellistinnen und Cellisten zusammen, um als »Cello Big Band« gemeinsam zu musizieren. Die Dozenten Ulrike und Gunther Tiedemann organisieren und leiten die Proben, wofür Gunther im Vorfeld bekannte Songs und Hits arrangiert – und zudem auch neue Spieltechniken entwickelt: Die Teilnehmer zeigen sich davon regelmäßig verblüfft und begeistert …

Es war Herr Tiedemann mit seiner Cello Big Band, der mich vor sieben Jahren überzeugte, mit dem Instrument Cello anzufangen. Ich erinnere mich noch genau, wie ich auf den gelben Bänken in der Musikhochschule Köln saß und mich an die Stelle der Cellisten auf der Bühne träumte, die mich schon damals mit ihrem coolen Auftreten als auch mit ihrer Musik beeindruckten … und die Vorstellungen meiner Eltern vom Cello als reinem „Klassik-Instrument“ widerlegten. Drei Jahre später sollte ich selbst dann auf der Bühne der Musikhochschule sitzen.

Soest: „Peer Gynt“ als Hörerlebnis

Kinder- und Jugendkonzert mit Erzählerin

Logo SoestDas Jugendsinfonieorchester der Musikschule Soest hat schon eine Reihe von Kinder- und Jugendkonzerten veranstaltet, in denen die jungen Zuhörer altersgerecht an die klassische Orchesterliteratur herangeführt werden. Sein neuestes Projekt ist die „Peer Gynt-Suite“ von Edvard Grieg, die am 13. Februar in der Stadthalle Soest zur Aufführung kommt.

„Peer Gynt“ ist eine Erzählung in Gedichtform von Henrik Ibsen nach der Vorlage eines norwegischen Feenmärchens von Peter Christen Asbjørnsen. Grieg komponierte dazu eine Bühnenmusik, aus der später die Orchestersuite entstanden ist. Musik und Erzählpassagen (Sprecherin Dorothee Lindner) sollen sich in der Aufführung zu einem besonderen Hörerlebnis verbinden.

Künstlerdrama à la Hollywood im Ruhrpott

© Theater Dortmund (Foto: Thomas M. Jauk)

© Theater Dortmund (Foto: Thomas M. Jauk)

Das Theater Dortmund präsentiert in der Saison 2016/17 »Sunset Boulevard« von Andrew Lloyd Webber. musikschulwelt hat die Aufführung besucht.

Vor gut einem Viertel Jahrhundert feierte Andrew Lloyd Webbers Musical »Sunset Boulevard« seine umjubelte Weltpremiere in London, doch erst seit sechs Jahren sind die Aufführungsrechte nun auch für Stadttheater freigegeben. In der laufenden Saison 2016/17 bringt das Theater Dortmund dieses 1995 mit fünf »Tony Awards« zum Musical des Jahres gekürte Werk in der deutschen Version von Michael Kunze auf die Bühne, wobei es sich um eine Neuinszenierung der Bad Hersfelder Produktion von 2011 handelt.

Der Plot spielt Ende der 1940er Jahre, der Blütezeit Hollywoods, und stellt eine in die Jahre gekommene Filmdiva (Norma Desmond) in den Mittelpunkt, die ihren Karrierehöhepunkt noch in der Stummfilmära hatte und nun nicht wahrhaben will, dass sie im neuen Zeitalter des Tonfilms nicht mehr gefragt ist. Ein arbeitsloser Drehbuchautor (Joe Gillis) lässt sich von der exzentrischen Schauspielerin dazu verdingen, ein selbst entworfenes Drehbuch für ihr Comeback zu überarbeiten. Dabei wird er von Norma Desmond, die in einer durch ihren Butler aufrecht erhaltenen Parallelwelt lebt, in der sie immer noch umjubelter Star ist – mit Haut und Haaren vereinnahmt …

100 db gegen den Berufsstress

Moore and More (6)[Beruf: Richter | Hobby: Keyboarder]

musikschulwelt spricht mit Dr. Frank Altpeter, hauptberuflicher Richter am Amtsgericht Köln, über seine Leidenschaft als Keyboarder und Sänger der Rockband »Moore and More«.

Dr. Frank Altpeter (57) spricht tagtäglich Recht am Amtsgericht in Köln … wenn er sich nicht gerade durch Aktenberge wühlt, um seine Fälle im Allgemeinen Strafrecht vorzubereiten. Ein ebenso zeitintensiver wie verantwortungsreicher Beruf, der wenig Freizeit übrig lässt. Dennoch hat es sich Frank Altpeter nicht nehmen lassen, seine Begeisterung für das aktive Musizieren aus Jugendtagen ins Berufsleben hinüberzuretten: heute als Keyboarder und Sänger der Cover-Rockband »Moore and More«.

musikschulwelt: Ein Richter am Keyboard einer Rockband: Wie hat Ihr Dienstherr auf dieses öffentlich ausgeübte Hobby reagiert?

F.A.: Der Dienstherr war – und ist – begeistert und unterstützt mich wohlwollend. Immerhin hat es auch jede Menge positive Publicity gegeben, als wir in der JVA Ossendorf gespielt und Presse und Fernsehen darüber berichtet haben. Nach vieler Schelte hat das Gericht endlich mal wieder gut dagestanden. Jeweils im November haben wir unser »Heimspiel« im Kölner Yard Club, wo dann auch das Amtsgericht zahlreich vertreten ist.

Eine klassische Musikschulkarriere

musikschulwelt: In welchem Alter haben Sie denn Geschmack am Musizieren gefunden?

F.A.: Meine musikalische Ausbildung war klassisch und umfassend: Mit 5 in den Elementarunterricht samt Blockflötenkurs für drei Jahre. Danach der Umstieg – erst auf Altflöte, danach auch Tenor- und Bassflöte zur Unterstützung des Musikschulorchesters. Ab 8 dann klassische Klavierausbildung für insgesamt etwas mehr als zehn Jahre. Damals war übrigens an Rockmusik im Unterricht gar nicht zu denken – es gab nur Czerny, mein persönliches Hassobjekt ;-), Beethoven u. Ä. Daneben gab es an der Musikschule die musiktheoretische Weiterbildung in Harmonielehre, Kompositionslehre und Gehörbildung – ich habe einfach alle weiterführenden Kurse besucht, die angeboten wurden. Schuld daran war Hermann Gehlen, eigentlich ein professioneller Big-Band-Leader, der an der Jugendmusikschule lehrte und einem unheimlich viel Spaß an der Theorie vermitteln konnte. Besonders die Gehörbildung war einfach toll: Im Radio einen Song hören und quasi sofort nachspielen können – das hat mächtig Eindruck gemacht. Elton John war damals ein dankbares Opfer, ebenso wie Supertramp 🙂

In der Oberstufe folgte dann meine Ausbildung zum »Feuerwehrmann« im Schulorchester: Wann immer es irgendwo brannte, gab es einen Crashkurs für mich, damit ich aushelfen konnte. Dadurch hatte ich Kontakt mit zahllosen Intrumenten, am meisten noch mit dem Schlagzeug und Blasinstrumenten. Gesangsunterricht nahm ich erst ab 2007, als »Moore and More« (weitere Infos und aktuelle Auftrittstermine finden sich auf der Band-Homepage & Facebook) entstand und ich einfach besser singen können wollte.

Musicalabend ohne jede Belanglosigkeit

© Theater Dortmund

© Theater Dortmund

Großartige Inszenierung von »Next to Normal« in Dortmund – ein Aufführungsbericht von musikschulwelt

Nicht enden wollende Standing Ovations am Ende eines zweieinhalbstündigen Musicalabends in der Oper Dortmund. Das ist durchaus verblüffend für einen Plot, der die psychische Erkrankung einer Frau mittleren Alters und deren zerstörerische Auswirkungen auf das Ehe- bzw. Familienleben in den Mittelpunkt der Handlung stellt. Wer üblichen Musical-Plüsch mit wahlweise Märchen-, Fantasy- oder pseudohistorischem Ambiente gewohnt ist, wird hier also mit einer Alternative überrascht, die inhaltlich, dramaturgisch wie auch musikalisch auf ganzer Linie zu überzeugen weiß. Und warum eigentlich nicht eine Bühnengeschichte aus dem »wahren Leben«, aus dem jedermann vertrauten sozialen Umfeld der Familie, den Alltagsproblematiken vom Umgang mit Kranken oder auch medizinischer Diagnostik bzw. Behandlung? »Next to Normal« liefert den Beweis, dass dies nicht nur funktionieren kann, sondern sogar fesselt, berührt, zum Nachdenken anregt … und dabei auch noch bestens unterhält.

Klavierspielen ab Kleinkindalter verändert die Hirnplastizität

GehirnÜberraschende Resultate einer gemeinsamen Studie der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) und der Cognition and Brain Plasticity Unit of Barcelona

Es ist schon lange bekannt, dass intensives Musizieren menschliche Hirnstruktur und Hirnfunktionen verändert. Bislang ging man davon aus, dass die Größe bestimmter Hirnregionen, die für das Hören und für das Bewegen der Hände zuständig sind, mit der Anzahl der in der Kindheit und Jugend geübten Stunden zunimmt, und dass »größer« auch »besser« sei. Eine neue Studie zeigt nun: Früh beginnende Pianisten haben kleinere klavierbezogene Hirnzentren als später beginnende und verfügen über das präzisere Tonleiterspiel.

Organische Voraussetzung für tadellose Tonleitern

Pianisten besitzen im Vergleich zu Nicht-Pianisten größere Zentren, die für das Lernen und Gedächtnis zuständig sind (Hippokampus), die der Automatisierung von Bewegungen dienen (Putamen und Thalamus), die Emotionen und Motivation verarbeiten (Amygdala), und die Hören und Sprachverarbeitung leisten (linker oberer Schläfenlappen).

Blockflöte – die Eier legende Wollmilchsau unter den (Senioren-)Instrumenten

Foto privat

Barbara Hintermeier (Foto privat)

Barbara Hintermeier studierte Blockflöte an den renommierten Hochschulen in München, Basel und Wien, bevor sie in München ein eigenes Blockflötenstudio eröffnete. Die erfahrene Pädagogin ist mit ihrem Kinder-Lehrwerk »Flötenlilli« längst bundesweit bekannt. Nun hat sie sich mit einer Publikation speziell dem Seniorenmusizieren zugewandt – und wurde dafür gleich mit dem Deutschen Musikeditionspreis 2015 ausgezeichnet. musikschulwelt sprach mit ihr über das Image der Blockflöte sowie deren besondere Eignung für Senioren.

musikschulwelt: Die Blockflöte lebt mit einem Imageproblem: Sie ist ein äußerst beliebtes und gefragtes Anfänger- bzw. Kinderinstrument, als solches dann aber im fortgeschrittenen Lebensalter oft auch verschrien. Können Sie sich erklären, wie es zu dieser Rufschädigung »Ihres« Instruments gekommen ist?

Wahrscheinlich genau aus dem Grund, den ich mir jetzt zunutze mache: Man kann schnell ein paar Töne lernen und einfache Stücke spielen. Das führt dazu, dass nicht immer nur Fachlehrkräfte Anfängerkinder unterrichten und oft billige (= schlechte) Instrumente mit unsauberer Intonation und eigenwilligem Klang gekauft werden – dann will man natürlich irgendwann etwas »Richtiges« lernen.

Das schnelle Erfolgserlebnis kann auch ein Problem sein

Aber: Blockflöte ist ein richtiges Instrument, auf dem man mit sehr hohen Ansprüchen musizieren kann, und das nicht nur im Bereich der Barockmusik, sondern auch im Jazz (z.B. »Wildes Holz«) sowie in der Rock- und Popmusik (z.B. mit der »Elody«, einer modernen E-Blockflöte der Firma Mollenhauer) und vielen anderen Bereichen. Wir müssen immer noch sehr am Image der Blockflöte arbeiten – und dafür am besten mit gutem Beispiel vorangehen!

Instrumentalunterricht 50 plus

Schweizer Forscherteam sammelt Erfahrungsberichte

Ein Instrument (wieder-)erlernen auch in späten Jahren? – ein Schweizer Forschungsprojekt mit dem Titel „Mach dich schlau – Lern- und Lehrstrategien im Instrumentalunterricht 50plus“ ermutigt dazu ausdrücklich! An der Hochschule der Künste Bern hat ein Forscherteam sich mit den Motiven der „Spätlernenden“ beschäftigt und mit den Möglichkeiten und Zielen des Instrumentalunterrichts 50 plus. Die Forscher haben dazu 45 Intensivinterviews geführt: 15 mit musikalischen Anfängern, 15 mit Wiedereinsteigern und 15 mit Lehrenden, die Erwachsene unterrichten. Es zeigt sich: Die Erfahrungen sind vielfältig wie die Menschen – und dazu überwiegend positiv!

Die Harfe – das Instrument des Jahres 2016

(Foto: Hartmut Schröder)

(Foto: Hartmut Schröder)

Größtes Mitglied des Orchesters und mondänes Soloinstrument

Der Landesmusikrat Schleswig-Holstein hat die Harfe zum »Instrument des Jahres« 2016 erklärt. Damit wird der Fokus im laufenden Jahr auf ein Zupfinstrument gerichtet, das sich durch ein außergewöhnliches Erscheinungsbild, vielfältiges Klangspektrum und seine Genre übergreifende Einsetzbarkeit auszeichnet. Die Bogenharfe ist bereits für 3000 v.Chr. in Mesopotamien und Ägypten dokumentiert. Damit eines der ältesten Musikinstrumente, ist die Harfe auch heute noch Bestandteil des klassischen Orchesters – und bei einer Höhe von ca. 180 cm und bis zu 40 kg Gewicht ein echtes Schwergewicht im Ensemble. Zudem wird sie in den Bereichen Jazz, Pop und Folk eingesetzt.

Beliebt bei allen Altersklassen

Natürlich eignet sich die Harfe auch hervorragend als Soloinstrument für alle Altersklassen. Wer Näheres darüber erfahren möchte, findet allgemeine Informationen zu Geschichte, Interpreten, Werkstätten, Unterricht sowie überregionale Hinweise zu bevorstehenden Konzertterminen oder Workshop-Angeboten auf der Website www.instrument-des-jahres.de. Konkrete Termine für Kurse in ganz Deutschland sind hier zusammengestellt.

Hilfe, ich bin heiser! – Soforthilfe für die Stimme (Teil 1/4)

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»Des Sängers Fluch«. Karikatur von Johannes Dropmann (© Redaktion ALUAN)

musikschulwelt’s Sänger-Ratgeber für die kalte Jahreszeit

»Bleibt mir bloß alle gesund!« Mit diesen Worten verabschiedet sich so manch geplagter Chorleiter kurz vor einem anstehenden Konzert. Aber oft schon der Gedanke daran, dass man ausgerechnet jetzt krank werden könnte, lässt manchen Sänger schwer schlucken. Und spätestens zwei Tage vor dem Konzert wacht er mit Halsschmerzen auf und bekommt keinen Ton mehr heraus. Ein halbes Jahr proben – und jetzt alles umsonst?

Die Psyche singt mit
Selbst erfahrene Sängerinnen und Sänger kennen dieses Phänomen: Kurz vor dem Konzert treten plötzlich ganz unerklärlich Halsschmerzen auf.