Städteranking: Große Unterschiede der Musikschüler-Dichte

Bochum und Dortmund haben die meisten Musikschüler*innen und Musikstudierenden pro 1000 Einwohner

Das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut hat 2018 zusammen mit der Berenberg-Privatbank erneut ein Städte-Ranking für den Kulturbereich veröffentlicht. Darunter findet sich auch eine Übersicht über die Zahl der Schüler*innen an öffentlichen Musikschulen und Studierenden an staatlich anerkannten Kunst- und Musikhochschulen. Die 30 größten deutschen Städte wurden einbezogen.

Es zeigt sich weiterhin, dass im Bereich der musikalischen Bildung der Nachwuchs regional sehr ungleichmäßig verteilt ist: Inzwischen führen Bochum und Dortmund die Liste mit 43 bzw. 28 Schülern/Studierenden  pro 1000 Einwohner anan. 2012 waren noch Münster und Essen auf den ersten Rängen. Mannheim bleibt stabil auf Platz drei (27). Die Großstadt Berlin liegt mit 18 Schüler*innen und Studierenden auf 1000 Einwohner noch im ersten Drittel. Am unteren Ende der Liste finden sich München, Bremen und Gelsenkirchen. Das Schlusslicht des Jahres 2012, Hamburg, konnte sich deutlich auf 15 Schüler*innen und Studierende pro 1000 Einwohner steigern.Mittelgroße Städte zeigen ein günstigeres Verhältnis zwischen Einwohnern und Musikschülern und -studierenden als die meisten Großstädte. Insbesondere in den Städten bis etwa 600.000 Einwohner sind Angebot und Nachfrage nach öffentlichen Musikschulangeboten hoch. Von den Metropolen schafft es nur Berlin zumindest in das zweite Drittel.

Die Zahlen zeigen: Angebot und Nachfrage nach musikalischer Bildung sind nicht vom „Reichtum“ der Region oder Kommune abhängig. Denn geht es nach den Steuereinnahmen je Einwohner, so ist Frankfurt Spitzenreiter der 30 Städte (1.796 Euro je Einwohner 2015) vor München (1.548 Euro). Dennoch gibt es in Frankfurt nur elf Nachwuchsmusiker*innen pro 1000 Einwohner, in München acht. Bochum hingegen muss sich mit 701 Euro bescheide, aber hier befinden sich 43 von 1000 Einwohnern in der musikalischen Ausbildung.

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